Die 10 jüngsten Milliardäre der Welt 2025 – nur einer hat es selbst geschafft
Die 10 jüngsten Milliardäre der Welt 2025 stehen für eine faszinierende Mischung aus Innovation, Tradition und unternehmerischem Glück. Während viele von ihnen in das Familienvermögen großer Konzerne hineingeboren wurden, gibt es sie tatsächlich noch: Junge Unternehmer, die es mit eigener Vision und harter Arbeit an die Spitze der Forbes-Liste geschafft haben.
Doch wer sind diese jungen Milliardäre wirklich – und was unterscheidet sie von ihren Altersgenossen? Lies weiter und erfahre mehr darüber, wie ein junger Gründer die Ausnahme unter Erben bildet und was sich aus der neuen Forbes-Rangliste 2025 ablesen lässt.
4.5.2026
Die neue Forbes-Liste: Wer sind die jüngsten Milliardäre 2025?
Jedes Jahr sorgt das US-Magazin Forbes für Aufsehen, wenn es die frisch aktualisierte Liste der reichsten Menschen der Welt veröffentlicht. Die Momentaufnahme für 2025 bezieht sich auf die Vermögenswerte vom 15. Mai und richtet den Fokus in diesem Jahr besonders auf die Top 10 der Milliardäre, die noch keine 31 Jahre alt sind. Was dabei direkt ins Auge fällt: Die Mehrheit dieser Superreichen ist das Ergebnis von Generationenvermögen – nur ein einziger Name sticht als „Selfmade-Milliardär“ hervor.
Was bedeutet das für dich als Leser? Auch wenn das Umfeld, in das man geboren wird, nach wie vor eine enorme Rolle spielt, zeigt diese Liste, dass Unternehmertum, Technologie und der Mut zum Unkonventionellen in unserer Zeit nach wie vor ein echtes Sprungbrett sein können.
Jung, reich, vererbt: Die großen Familien hinter Milliardenvermögen
Viele der jungen Milliardäre kommen aus bekannten Familien, deren Unternehmen längst Weltmarktführer in ihren Branchen sind. Da ist zum Beispiel Johannes von Baumbach aus Deutschland: Mit 19 Jahren führt er gemeinsam mit seinen Geschwistern den wohl stabilsten Pharma-Arm Europas – Boehringer Ingelheim. Seit 1885 schreibt die Familie an einer Erfolgsgeschichte, deren Medikamente gegen Diabetes, Lungenerkrankungen und Gerinnungsstörungen international gefragt sind. Das Ergebnis? Ein persönliches Vermögen von rund 5,5 Milliarden US-Dollar, das von der familiären Beteiligung am Unternehmen stammt.
Sein Bruder Franz von Baumbach, mit 23 Jahren ebenfalls unter den jüngsten Milliardären, bereitet sich zurzeit auf eine Zukunft in der Familienholding vor und studiert Wirtschaft. Auch ihre Schwester Katharina von Baumbach ist längst unternehmerisch aktiv und nutzt einen Teil des Familienvermögens, um eigene Projekte wie das Luxuslabel KB Bags groß zu machen – und selbst auf Forbes‘ Liste zu stehen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Italien: Clemente Del Vecchio, Sohn des berühmten Luxottica-Gründers, erbte mit nur 19 Jahren ein Milliardenvermögen sowie Mitbestimmungsrechte bei Brillenlabels wie Ray-Ban und Oakley. In Norwegen stehen Alexandra und Katharina Andresen als Anteilseignerinnen des Investmenthauses Ferd im Rampenlicht, das seit Generationen norwegische Wirtschaftsnetze prägt.
Auch in Nordamerika setzt sich die Linie fort: Sherry Brydson, mit 26 Jahren die fünftjüngste Milliardärin weltweit, profitiert von ihrer Zugehörigkeit zur kanadischen Thomson-Familie und ihren Beteiligungen am Mediengiganten Thomson Reuters.
Was all diese Beispiele gemeinsam haben? Ohne eine klare familiäre Basis wären sie nie in diese Position geraten. Ihre Aufgabe heute besteht oft darin, das Traditionsunternehmen in eine zunehmend digitale und globale Zukunft zu lenken oder eigene Projekte im Schlepptau des Erbes aufzubauen.
Der Ausreißer unter Erben: Wer hat es selbst geschafft?
Die absolute Ausnahme in der Welt der Milliardäre unter 30 bietet 2025 allerdings Shayne Coplan. Der US-Amerikaner ist aktuell 27 Jahre alt und hat es nicht durch eine erfolgreiche Erbschaft, sondern mit purer Startup-Energie und innovativen Ideen an die Spitze geschafft. Was macht ihn so besonders?
Mitten in der weltweiten Unsicherheit der Corona-Pandemie, als viele Unternehmen den Rotstift ansetzten, gründete Coplan mit 21 Jahren sein Blockchain-Startup Polymarket. Sein Ziel: Eine digitale Börse, auf der Menschen Wetten auf reale Ereignisse platzieren können. Vom Ausgang politischer Wahlen bis zu wirtschaftlichen Trends – Polymarket will als „Börse für Zukunftsfragen“ das Wissen der Nutzer bündeln und verfügbar machen.
Was als waghalsiges Experiment begann, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum internationalen Fintech-Phänomen. Heute bewerten Investoren das Unternehmen auf 9 Milliarden US-Dollar. Die Intercontinental Exchange (Mutter der New Yorker Börse) investierte mehr als zwei Milliarden Dollar in Coplans Plattform. Coplan hat also geschafft, was nur wenigen gelingt: Aus eigener Kraft, mit dem Gespür für Technologie und den Mut zum Risiko, einer der jüngsten Milliardäre der Welt zu werden.
Selfmade-Milliardäre: Gibt es sie überhaupt noch?
Wenn du dich fragst, warum echte Selfmade-Stars auf der Forbes-Liste so selten zu finden sind: Die Statistik spricht eine klare Sprache. Die Hürde zum Milliardär ist in jungen Jahren so hoch, dass Innovation allein selten ausreicht. Netzwerke, Kapital und Zugang zu Förderern – häufig sind sie in Unternehmerfamilien fest verankert.
Dennoch gibt es sie, die Ausnahmen, die über Generationengrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgen. Neben Shayne Coplan taucht 2025 nur ein weiterer aussichtsreicher Name auf: Lucy Guo aus den USA. Mit ihren 30 Jahren gründete sie das vielbeachtete KI-Unternehmen Scale AI mit – ein Deep-Tech-Startup, das heute weltweit Daten für Künstliche Intelligenz verwertet. Guo investiert zudem ihr Kapital in neue Technologie-Startups, ist aber ein seltener Fall, da sie Emigrantin und Frau in einer traditionell männerdominierten Tech-Branche ist.
Die Rezeptur für den Erfolg: Technik, Timing, Risikobereitschaft
Was lässt sich von Selfmade-Milliardären wie Coplan oder Guo lernen? Es sind drei Elemente, die immer wieder auftauchen:
Technologie- und Digitalisierungskompetenz: Wer den Puls der Zeit trifft und bereit ist, Innovationen außerhalb bestehender Strukturen zu denken, hat die Chance, ungeahnte Märkte zu erobern.
Timing: In Coplans Fall spielte die Pandemie sogar eine positive Rolle, da digitale Finanzlösungen schlagartig an Bedeutung gewannen.
Risikobereitschaft: Den Sprung ins Unbekannte wagen – ohne finanzielles Sicherheitsnetz und gegen alle bestehenden Marktstrukturen. Das ist der unbequeme, aber oft entscheidende Unterschied zur Erbengeneration.
Mehr als Zahlen: Was treibt die neuen Milliardäre an?
Geld ist zweifellos ein starker Antrieb, aber vor allem bei den Selfmade-Gründern stehen andere Werte im Vordergrund. Shayne Coplan etwa sieht seinen Durchbruch als Beweis dafür, dass Mut und unkonventionelles Denken auch in der heutigen Zeit belohnt werden: „Kühne Ideen sind überall – man muss nur verrückt genug sein, sie Wirklichkeit werden zu lassen“, so Coplan in einem viralen Social-Media-Post. Für ihn ist Unternehmertum der bewusste Versuch, „etwas ins Dasein zu zwingen, was es bis jetzt nicht gab“.
Genau diese Energie braucht es, um als junger Mensch an der Spitze mitzuspielen. Auch Lucy Guo sieht sich als Wegbereiterin für unterrepräsentierte Gruppen in der Tech-Szene – ein Zeichen, dass moderne Milliardäre längst auch gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten wollen.
Erben, Investoren oder Innovatoren: Wem gehört die Zukunft?
Die Forbes-Liste 2025 zeigt, wie sehr sich Tradition und Moderne inzwischen überlappen. Auf der einen Seite gibt es die alten Familien, die erfolgreiches Unternehmertum über Jahrzehnte weitergeben. Auf der anderen Seite stehen Köpfe, die mit Technologie, Unternehmergeist und Ausdauer die Lücke zwischen Generationenreichtum und Chancengleichheit zumindest ein Stück weit schließen.
Wenn du dich für die Welt der Tech-Startups, modernen Finanzmärkte oder Impact Investing interessierst, sind Persönlichkeiten wie Shayne Coplan oder Lucy Guo vielleicht sogar noch inspirierender als alle Erben dieser Welt. Sie zeigen, wie gesellschaftliche Veränderungen, Digitalisierung und Risikobereitschaft der wahre Schlüssel zu neuem Wohlstand sind.
Die nächsten Jahre werden zeigen, ob mehr junge Talente mit Mut und Ideen den Sprung auf die Forbes-Listen schaffen – oder ob weiterhin vor allem das geborene Netzwerk zählt. Für Menschen, die träumen, gestalten und nie zufrieden sind, ist die Zeit für Disruption und Selbstverwirklichung dennoch gekommen.